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Projekte

Gartenarbeit mit dem Spaten
Themenentwicklung

Vernetzung und Austausch

Ein Einblick in meine Arbeitsweise. 

Aufgabe 

​Die Erarbeitung des neuen Themas Klimasozialpolitik beim Familienbund der Katholiken sollte mit einem Netzwerk für den fachlichen Austausch und für einen Zugewinn an Expertise unterstützt werden. Zusätzlich bestand der Wunsch, den Verband als neuen Akteur im Themenfeld bekannter zu machen und den Austausch zu Nachhaltigkeit und sozial wie familiengerechter Klimapolitik innerhalb des Verbands zu fördern.  

Meine Rolle

Als Referentin des Familienbundes verantwortete ich die inhaltliche Erschließung des Themas, den fachlichen Austausch und die Netzwerkarbeit nach innen wie nach außen. Dabei koordinierte ich die neue AG "Familie und Klimagerechtigkeit", intensivierte die Kontakte zu thematisch aktiven Mitglieds- und Partnerverbänden und erprobte verschiedene Instrumente für den gemeinsamen Informations- und Ideenaustausch. Daraus folgten aktive Kooperationsprojekte sowie Kontakte zu neu entstandenen, klima- und sozialpolitischen ThinkTanks sowie umweltpolitischen Akteuren.

Ergebnisse und Learnings

Durch Engagement, Verbindlichkeit und ein Auge für den gegenseitigen Mehrwert entstand ein tragfähiges erstes Netzwerk in dem, nicht nur für den Familienbund, neuen Themenbereich Klimasozialpolitik. Mit der aktiven Teilnahme an Veranstaltungen und der durch Informationsaustausch und teils sehr enger Zusammenarbeit ermöglichten Teilnahme an politischen Beteiligungsprozessen entstand eine deutliche Sichtbarkeit des Verbands (bis hin zur namentlichen Nennung in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie). Verbandsintern erschwerten knappe Ressourcen und unterschiedliche Systeme die Zusammenarbeit, was langen Atem und wechselnde niedrigschwellige Angebote erforderte, aber auch zu pragmatischen Lösungen und vielfältigen Impulsen führte. 

1) Neues wagen

Ein wesentlicher Erfolg der Netzwerkarbeit war die sehr enge Zusammenarbeit mit der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie (eaf), aus der als Kooperationsprojekt eine gemeinsame Online-Gesprächsreihe entstand. Zunächst verbandsintern konzipiert, öffneten wir später den Teilnehmendenkreis für die interessierte Fachöffentlichkeit. Auf diese Weise ließen sich mehrere Ziele gleichzeitig erreichen: die Förderung des inhaltichen Austauschs im Verband, die Erarbeitung und Positionsfindung zu klimapolitischen Themen, die Sichtbarkeit des Verbands als neuer Akteur im Themenfeld sowie das Knüpfen neuer Kontakte. Seit 2025 sind so ohne zusätzliches zeitliches und finanzielles Budget, dafür mit Leidenschaft, Teamgeist und Neugier, fünf Ausgaben mit ganz unterschiedlichen Inhalten entstanden, von Fragen der Generationengerechtigkeit bis zu klima- und familiengerechter Mobilität.  

2) Pragmatismus statt Perfektion

Teils stark abweichende Arbeitsvoraussetzungen sowie geringe zeitliche wie finanzielle Kapazitäten machten niedrigschwellige Angebote für den Austausch notwendig. Einige Instrumente mussten wegen unterschiedlicher Arbeitsweisen und hohem Aufwand wieder fallen gelassen werden, etwa ein gemeinsamer Materialspeicher, an dessen Stelle später ein simpler Email-Newsletter trat.  Wirksam war vor allem, was den direkten Austausch unterstützte, einfach und ohne besondere technische Voraussetzungen zu handhaben war. Dabei leistete die AG vielfach Pionierarbeit, die für die künftige Entwicklung der Zusammenarbeit im Verband genutzt werden kann.

3) Den eigenen Mehrwert erkennen 

Im Lauf der Arbeit hat sich gezeigt, dass die Familienperspektive in der Klimapolitik neu und ungewohnt, aber durchaus relevant ist. Wie offen der Prozess für gut argumentierende Stimmen und konkrete Vorschläge für eine soziale Klimapolitik aktuell ist, zeigen erste politische Erfolge: die namentliche Nennung des Familienbunds in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie oder der Hinweis auf die nötige Unterscheidung nach Personenzahl bzw. Sorgeverantwortung bei einkommensorientierten Förderungen, die sich noch im Entwurf des Klimaprogramms 2026 fand. Als schwieriger erwies sich allerdings der Kontakt zu Abgeordneten, da die Klimasozialpolitik, zumal mit familienpolitischem Schwerpunkt, bisher quer zu den noch stark getrennten Themenfeldern Umwelt, Soziales und Familie liegt.

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